Warum PV im Mehrfamilienhaus eine eigene Welt ist

Im Einfamilienhaus ist Photovoltaik eine private Entscheidung: Dach, Anlage, Speicher, fertig. Im Mehrfamilienhaus (MFH) wird daraus ein Mini-Energieversorgungsprojekt. Es gibt mehrere Parteien, getrennte Zähler, eine Eigentümergemeinschaft oder eine Vermieter-Mieter-Konstellation und steuerliche Sonderfälle. Die gute Nachricht: 2026 ist die Gesetzeslage so mieterstrom-freundlich wie noch nie.

Unser Rechenbeispiel: 6-Parteien-Haus in Süddeutschland

Auf 250 m² Dachfläche passen rund 30 kWp. Das ergibt einen erwarteten Jahresertrag von 31.500 kWh.

Die Kostenseite

Für ein schlüsselfertiges 30-kWp-System auf einem Mehrfamilienhaus inklusive Messkonzept für Mieterstrom liegen die Preise 2026 bei 45.000–60.000 € brutto.

Dank 0 % MwSt auf PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden bleibt der Nettopreis der Bruttopreis.

Modell A: Volleinspeisung

Vorteil: Null Verwaltungsaufwand. Nachteil: Mieter haben nichts davon.

Modell B: Mieterstrom

Der Clou: Du verkaufst den Solarstrom direkt an deine Mieter, zu einem Preis, der laut Gesetz maximal 90 % des örtlichen Grundversorger-Tarifs betragen darf. Zusätzlich zahlt der Staat einen Mieterstrom-Zuschlag:

Rechenbeispiel Mieterstrom

Damit amortisiert sich die Anlage in 10–12 Jahren.

WEG-Beschluss: die organisatorische Hürde

Wenn es eine Eigentümergemeinschaft gibt, braucht ihr einen Beschluss. Seit der WEG-Reform 2020 reicht die einfache Mehrheit für die Installation einer PV-Anlage (§ 20 Abs. 2 WEG).

Steuerliche Besonderheiten im MFH

Bei der Einkommensteuer gilt die Befreiung seit 2023: Anlagen mit bis zu 15 kWp je Wohneinheit sind steuerfrei – bei unserem 6-Parteien-Haus also bis 90 kWp insgesamt.

Wann Mieterstrom, wann nicht?

Neben der Einspeisevergütung ist der Eigenverbrauch der größte Hebel. Ein Stromspeicher für Allgemeinstrom kann wirtschaftlich werden.

So machst du weiter

Hol dir mindestens drei Angebote mit explizitem Messkonzept für Mieterstrom, lass parallel eine neutrale Wirtschaftlichkeitsrechnung für beide Modelle aufstellen und plane die Eigentümerversammlung mit genug Vorlauf.

Studivolt

PV im Mehrfamilienhaus: Rechenbeispiel & Mieterstrom 2026 | Energie-Vergleich für junge Käufer

30 kWp auf dem MFH, 6 Parteien, Mieterstrom vs Einspeisung: komplettes Rechenbeispiel mit Kosten, Zuschlag und WEG-Hürden für 2026.

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Balkonkraftwerk als realistischer Erstschritt

Studivolt ist für Studierende und junge Eigentümer in den ersten Berufsjahren gedacht, die über begrenztes Budget aber eigenen Außenbereich verfügen. Schwerpunkt sind steckerfertige Photovoltaik-Geräte bis 800 Watt Wechselrichter-Leistung, die seit dem Solarpaket I vereinfacht im Marktstammdatenregister anzumelden sind und keine Anmeldung beim Netzbetreiber mehr erfordern. Eine vernünftige Komplettlösung kostet aktuell zwischen 320 und 690 Euro.

Was bei welchem Wohntyp geht

Mietwohnung mit Süd-Balkon: zwei Module a 410 Watt mit 800-Watt-Mikrowechselrichter, Amortisation bei 220 Euro Jahresersparnis innerhalb von gut drei Jahren. Studierendenzimmer im obersten Stockwerk mit Dachluke: kleines Einzelmodul auf Aufständer, Amortisation rund vier Jahre. Erstes Reihenhaus aus den 1970ern mit Garagendach: skalierbar auf eine richtige 4-kWp-Anlage, die später wachsen kann. Wir benennen ehrlich, wo der Aufwand das Sparpotenzial übersteigt.

Verantwortlich und kontaktierbar

Die Marke wird von der Science Works UG, Hannover, betrieben, Gründer Sönke Wessels. Studivolt arbeitet ohne Affiliate-Provision auf den verlinkten Geräten. Anfragen werden DSGVO-konform behandelt; eingegebene Adressdaten dienen ausschließlich der Geräteempfehlung und werden nach 45 Tagen Ruhezeit aus der aktiven Datenbank entfernt.

Eine eigene Mietrechts-Skizze klärt die häufigste Frage: Darf der Vermieter die Aufstellung verbieten? Seit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes und der entsprechenden Anpassungen im Bürgerlichen Gesetzbuch ist die Zustimmungspflicht des Vermieters in den meisten Standardkonstellationen entfallen, sofern die Halterung schadensfrei rückbar bleibt.